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Historie

Herzlich Willkommen beim CCO

der älteste Karnevalsverein Lahnstein und mit seinen 1.122 Mitgliedern der größte Karnevalverein im Rhein-Lahn-Kreis. Wir wurden 1934 gebründet und sind seit 1935 für die Ausrichtung des Rosenmontagszuges zuständig und die Stellung der Lahnsteiner Tollitäten. Seit 1992 richten wir auch den neu ins Leben gerufenen Kinderumzug aus.

Hier unsere Chronik:

Ein Blick in die CCO-Vereinsgeschichte
Von Eva Bonn, CCO-Archivarin und Autorin des Buches "Lahnsteiner Fastnacht-Spiegel, Geschichte und Spuren ..."

Gründung des Vereins
Eine Gruppe lustiger Karnevalisten um die Lahnsteiner Jupp Bodenstein und Peter Noll, die von den Eindrücken des gerade erlebten Rosenmontagszuges in Koblenz begeistert waren, ließen am 12. Februar 1934 im Turnerheim (Westallee) die Idee hochleben, einen Verein bzw. eine Gemeinschaft zu gründen, die sich um die Ausrichtung eines regelmäßig stattfindenden Rosenmontagszuges mit Sitzungen und Karnevalsprinz in Oberlahnstein kümmert.

aCCO gruendungsvaeter 1934 5

Alle in der Runde waren sich einig, die jahrhundertealte Tradition der Lahnsteiner Fastnacht wieder aufleben zu lassen. "Denn wat annere könne, könne mir och", so Jupp Bodenstein einst zu Willi Eisenbarth (CCO-Ehrenelferratspräsident und Stadtarchivar). Man nannte sich fortan "Karnevalistische Arbeitsgemeinschaft Oberlahnstein": zu dieser gehörten anfangs, neben Jupp Bodenstein, Peter Noll als 1.Vorsitzender, Josef Kapellen, Karl Jäger, Josef Eibel, Franz Kabalo, Karl Schickel, Johann Herschen und Willi Reiländer. Paul Eibel hatte 1935 die Kasse übernommen.

1935elferrat home

Die 1930er
Die erste "Große Gala-Damensitzung" wurde am 27. Januar 1935 im Germaniasaal (Adolfstraße) mit 8 Redebeiträgen und 4 Gesangsdarbietungen veranstaltet.
Peter Noll (1. Vorsitzender der Turngemeinde Oberlahnstein und der Karnevalistischen Arbeitsgemeinschaft Oberlahnstein) regierte als erster Prinz Karneval (noch ohne eine Lahno-Rhenania an seiner Seite).
Der erste Rosenmontagszug war mit 300 Teilnehmern direkt ein großer Erfolg.

Auch 1936 lud man zu zwei Sitzungen ein. Der erste Elferratspräsident hieß Franz Kabalo.
1936 - Leni Schwedhelm (verh. Gerntke) - die erste Lahno-Rhenania unserer Ver¬eins¬geschichte
Erstmals regierte auch eine Lahno-Rhenania (Leni Schwedhelm, verh. Gerntke), die mit dem Prinzen Josef Kessler am Schwerdonnerstag im Turnerheimsaal inthronisiert wurde. Die TGO-Prinzengarde, die bereits 1898 gegründet wurde, erlebte seit 1935 wieder neuen Aufschwung und stand für die Tollitäten Spalier.
Die Damensitzung 1937 fand wieder in den Sälen der Gaststätte Germania statt. Die Prinzenproklamation wurde im Deutschen Haus (Turnerheim, Westallee) am Schwerdonnerstag gefeiert. Der Rosenmontagszug hatte 100 Zugnummern. Anschließend gab es einen großen Prinzenball im Turnerheim. In der bereits zum zweitenmale erschienenen Karnevalszeitung wurde erstmals das gesamte Lahnstein-Lied abgedruckt.
Am 15. Juni 1938 wurde zu einer Generalversammlung ins Deutsche Haus aufgerufen. Der bis dahin agierende 1.Vorsitzende Peter Noll gab wegen beruflicher Überbelastung sein Amt ab und Josef Bodenstein trat in seine Fußstapfen. Peter Noll unterstützte ihn sodann als 2.Vorsitzender und Josef Kapellen stand ihm als Geschäftsführer zur Seite. Es erfolgte die Eingliederung des Vereins in die NS-Organisation "Kraft durch Freude" (K.d.F.). Das die damaligen widrigen politischen Verhältnisse auch vor den Vereinen nicht Halt machte, erkennt man immer wieder in den niedergeschriebenen Protokollen der Arbeitsgemeinschaft. Alles bedurfte einer Genehmigung und Absegnung durch "höhere Stellen" und gestaltete ein Vereinsleben schwierig. Das Programm der kommenden Veranstaltungen mußte der Partei vorgelegt werden.
1938 wurde erstmals die auch noch heute getragene Lahnokrone verwendet - hergestellt vom Klempnermeister Hans Jäger. Der letzte Ro¬sen¬montagszug vor dem Krieg findet 1939 statt (bis zum Jahre 1950). Die Büttenreden befaßten sich in dieser Session mit aktuellen Themen wie der angeordneten Verdunklung und Entrümplung der Speicher.

a1937 prinzenstab


Die 1940er
Das Buch des Karnevalsverein wurde von 1940-1947 jäh zugeschlagen. Krieg und die damit verbundenen Sorgen, Not, Elend und Leiden ließen keine Gedanken diesbezüglich zu. Die Turngemeinde Oberlahnstein übernimmt 1949 - nachdem sie 1948 wieder erstmals einen Bunten Karnevalsabend veranstaltete - die Initiative, Prinz Karneval wieder aufleben zu lassen. Peter Noll (1. Vorsitzender der TGO) rief seine Mannen zusammen und es entstand eine Sitzung mit integrierter Prinzenproklamation: Der Krieg hatte in Oberlahnstein große Schäden angerichtet, aber das Turnerheim in der Westallee blieb ein Glück weitgehend verschont. Auch die neben der Bühne befindlichen Re¬qui¬sitenschränke existierten noch. Die TGO-Turner holten die verstaubten Uniformen wieder hervor und restaurierten sie fur die Fassenacht. Eine Prinzenuniform erhielt man von Georg Rech, der vor dem Krieg zuletzt Prinz Karneval war. Es regierte 1949 Prinz Werner I. vom Adolfseck (Werner Schemmer) mit Lahno-Rhenania Bärbel Eibel.
Um nun den organisierten Karneval wieder auf die Beine zu helfen, wurde am 12. Oktober 1949 zu einer Versammlung aufgerufen. "Nach zehnjähriger Ruhepause, bedingt durch den unglückseligen Krieg, wurde zum heutigen Tage durch die Herren Josef Bodenstein und Josef Kapellen eine Sitzung im Winzerhaus einberufen. Um den rheinischen Karneval wieder in alter Form zu beleben, wurden die Mitglieder der ehemaligen Karnevalistischen Arbeitsgemeinschaft geladen. Nach reger Aussprache einigte man sich dahingehend, die Feier des Karnevals auf eine breitere Grundlage zu stellen und hierfür auch die Öffentlichkeit zu gewinnen. Alle Anwesenden vertraten den Standpunkt, daß der Karneval, der im Rosenmontagszug seinen Höhepunkt findet, in Oberlahnstein wieder das Ansehen genießen soll, wie ehedem". Soweit die Auszüge aus dem Protokollbuch der. Bei einer weiteren Versammlung im November 1949 wurde folgendes festgehalten: "Nach reger Aussprache plädierte man für eine Gründung einer Karnevalsgesellschaft anstelle der bisherigen karnevalistischen Arbeitsgemeinschaft" (Protokollbuch der KaOb). Ein neutraler Vorsitzender konnte an diesem Abend nicht gefunden werden.

aCCO 1949 buehnegruppe

Die 1950er
Ab 1950 wurde die Fassenacht wieder so richtig organisiert. Die Sitzungsbesucher mußten zwar Holz und Briketts zum Heizen in den Saal mitbringen, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch - man war hungrig, nicht nur was das Essen betraf, sondern auch hungrig nach Unterhaltung und auf die Fastnacht. Der Saalkarneval indes blieb einzig auf das Turnerheim (und Hotel Weiland) beschränkt, denn Schoth's Saal in der Adolfstraße (Germania) und das Gesellenhaus waren im Krieg völlig zerstört worden. Das Turnerheim wurde bis zur dessen Schließung die Heimat des CCO. Jupp Bodenstein regierte 1950 als Prinz Karneval mit Hans Schröder als Mundschenk und Lahno-Rhenania Doris Michel. Nach seiner Inthronisation wurde Bodenstein von Willi Eltgen als Präsident vertreten. Es fand der erste offizielle Rosenmontagszug nach dem Krieg statt (mit 8 Wagen und 8 Fußgruppen). Jupp Bodenstein prägt den Spruch von "denne leve goldische Schnugges¬jer".
82 Personen trugen sich in den ersten Jahren als Mitglieder ein (1950-54). Viele sind dem Verein auch heute noch treu geblieben. Die Sitzungen der ersten Jahre organisierten Elsens Steff, Karl Schickel und Hans Schröder bis 1957 (mit Josef Schwan, Josef Elsen). Ab 1958 lenkten Otto Schickel und Hans Henseler die Geschicke. Für den Bühnenbau zeichneten sich u. a. die Handwerksbetriebe Gebr. Schmidt, Josef Neusser, Paul Gies, Zengler und Elektro Schickel verantwortlich. In den 50ern wurden im November um den 11.11. eines jeden Jahres bunte "Karnevals-Sessionseröffnungen" gefeiert - so 1953 unter dem Titel "Aus unserer Bonbonniere", bei dem im ersten Teil Willi Eltgen durch das Programm führte und nach der Verabschiedung des letzten Prinzen Jupp Bodenstein mit seinem Elferrat das Programm übernahm.
Abbildung oben: Das Bühnenbild im Turnerheim der Session 1951 - Thema: "Wir bleiben im Rahmen"
Die Session 1951 stand unter dem Motto "Wir bleiben im Rahmen". Bühnenbild und Elferratswagen waren dem Motto angepaßt.
Zwei große Sitzungen wurden 1951 gefeiert.
Es kam am 8. Jan. 1951 zu einer wichtigen Vereinsversammlung in der Bahnhofsschenke. Das Hauptthema abermals "Gründung eines neuen Vereins" - man erhoffte sich dadurch, das leidige Problem der Durchführbarkeit eines Rosenmontagszuges in den Griff zu bekommen. Nach einer Versammlung mit Lahnsteiner Geschäftsleuten und einem leidenschaftlichen Appell des Bürgermeisters Dr.Claus, nicht aufzugeben, konnte die Finanzierung und Durchführbarkeit doch noch gewährleistet werden (z. B. sogenannte Narrengroschen auf Kinokarten der Kinobesitzer Allmang und Winter und Abführung eines Narrengroschen je verkaufter Eintrittskarte von anderen Vereinen an die Arbeitsgemeinschaft zur Mitfinanzierung des Rosenmontagszuges). Es wurde ein vorläufiger Vorstand unter der Leitung von Martin Fuchs gebildet. Als Name des Vereins wurde zunächst CVO (Carnevalistische Vereinigung Oberlahnstein) angenommen. Doch bereits einen Monat später war von den Namen des vorläufigen Vorstandes nicht mehr die Rede. Josef Bodenstein übernahm die Vorstandsleitung und er gab bekannt, daß das CCO (also auch von dem Namen CVO war schon nicht mehr die Rede) auf einer größeren Basis als bisher aufgebaut werden würde. Es wurden verschiedene Ausschüsse gewählt.
Josef Kapellen, Mitbegründer des Vereins und langjähriger Geschäftsführer, wird 1952 Prinz - ihm gratulieren erstmals die Bürgermeister beider Lahnsteiner Städte: Dr. Claus und Dr. Albrecht. Am 26. März 1952 wurde ein erster offizieller Vorstand gewählt.
So langsam nahm der Verein Formen an.
Hans Schröder (langjähriger Mundschenk) avanciert 1955 als Nachfolger von Karl Schickel zum Organisator.Er prägte die CCO-Fastnacht in den 50er Jahren. Als Mundschenk, Zeremonienmeister, Bühnenakteur und Organisator war er rühriger Motor der Oberlahnsteiner Fastnacht
Ernst Wagner regierte 1956 als Prinz Karneval und prägte die Session mit seinem Prinzenlied "Mein Vater war ein Wandersmann".
Der Sommer 1956 war für den Verein entscheidend:
Eine Art "endgültige Gründungsversammlung" unter der Leitung von Willi Eltgen wurde am 23.7.1956 im "Kaiserhof" einberufen, denen 30 Personen gefolgt waren. Danach wurden die Mitglieder am 20.08.1956 zu einer ersten Versammlung eingeladen mit den Begrüßungsworten: "... ja, ja aus dem losen Gebilde ist nun ein Verein geworden". Seitdem ist das CCO amtlich beim Amtsgericht eingetragen.
Somit ist aus der lockeren Interessen- und Arbeitsgemeinschaft über mehrere Versuche endlich Vereinsstruktur durch Wahlen und "Gründungen aller Art" hineinzubekommen, nun ein auch formell richtiger Verein geworden.

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Diesem nun genanntem CCO e. V. stand fortan als 1. Vorsitzender der spätere Lahnsteiner Ehrenbürger Ernst Wagner an: "Lasst uns auch weiterhin der Fassenacht dienen, denn in unserer Fassenacht lebt unsere Heimat und unsere Heimat bleibt unser höchstes Gut - heute und immerdar!". Ihm zur Seite stand als 2. Vorsitzender Theo Huster, Schatzmeister Josef Unkelbach, Schriftführer Albert Krebs und Hans Müller, Kassierer Willi Eltgen, Presse Heinz Stollberg, Werbung Josef Schickel. Die Veranstaltungsleitung hatte Hans Schröder inne und Josef Schwan übernahm die Zugleitung.
Doch 1958 war der erste Zuschauerschwund zu verzeichnen: Der Grund - die erste Fernsehsitzung wurde übertragen; und das an einem Schwerdonnerstag!

1959: 25 Jahre CCO und 25 Jahre Karnevals-Jubiläum von Jupp Bodenstein. Das Silberne Jubiläum beider Jubilare wurde groß gefeiert.
Jupp Bodenstein - Mitgründer und Jahrzehnte der Inbegriff der Oberlahnsteiner Fastnacht. Er prägte zwei noch heute in allen Ohren und gerne zitierte Aussagen: die Begrüßung von "denne leve goldische Schnugges¬jer" und der ("lokalpolitische") Ausruf: "Ob Baar oder Heinz, an Karneval sin mir eins!"
Wegen der Fernsehsitzung am Schwerdonners¬tag wurde jedoch die Prinzenpro¬kla¬mation auf den "Monetenfreitag" gelegt: inthronisiert wurde Peter Schickel, dessen Großvater bereits das Amt im 19. Jahrhundert inne hatte (30 Jahre später - 1989 - auch sein Bruder Klaus Schickel).
Die 1960er
1960 wurde zum erstenmal die Prinzeneinführung 4 Wochen vor Rosenmontag durchgeführt. Ernst Wagner vertrat Jupp Bodenstein am Schwerdonnerstag und Rosenmontag Jupp Bodenstein als Elferratspräsident. Aufgrund der Flutkatastrophe an der Nordseeküste im Jahre 1962 wollte man nicht groß feiern. So begann man die Prinzeneinführung im Rittersaal der Burg Lahn¬eck im kleinen Rahmen und nur auf Einladung.
Bürgermeister Fritz Berlin ging 1964, nachdem er bei der Proklamation seinen Stadtschlüssel abgeben mußte, mit einem Sparschwein von Tisch zu Tisch, um für eine Stadthalle zu sammeln. Prinz Willi Schröder brachte als Geschenk an die Narren das "Kölner Eilemann-Trio" nach Lahnstein. Sie wurden in einer riesigen Kiste auf die Bühne gebracht. Otto Schickel (in den ersten Jahren mit Hilfe von Hans Henseler) ist der Organisator des Sitzungskarnevals in den 60ern (1958 bis 1969).
1965 feierte das CCO drei Sitzungen - Toni Dressler, einst Oberlahnsteiner Bürger, wird in Chikago/USA Prinz Karneval 1966. 1969: Der letzte Turnerheim-Prinz regierte (Prinz Manfred Zielinski) - genannt der Schneeprinz; es schneite am Rosenmontag so stark, daß vorneweg ein Schneepflug fuhr.

Die 1970er
Im Zuge der Städtezusammenlegung Ober- und Niederlahnstein ändert das CCO sein Vereinswappen. Rolf Kaiser komponiert ein Vereinswappen aus "Alt und neu".
1970: Die erste "Zeltfastnacht" wird gefeiert - das Turnerheim ist geschlossen, eine große Ära des Vereins ist beendet.
Abermals regiert in Chikago/USA ein ehemaliger Lahnsteiner Bürger als Prinz Karneval: Peter Kern.
1971: Die "Ära Jupp Bodenstein" geht nach 36 Jahren zu Ende - Günter Krämer übernimmt die Präsidentschaft und Bodenstein wird für seine großen Verdienste um das CCO zum Ehrenelferratspräsidenten ernannt.

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Statt einer Sitzung wurde im Zelt ein "CCO-Festival" veranstaltet (u. a. mit "eingekauften Stars"). Am 12.11.71 feiern der NCV und das CCO gemeinsam die Eröffnung im Nassauer Hof. Die letzte Zeltfastnacht, die obendrein auch noch sehr kalt war (sogar die Toilettenwagen froren ein), fand 1972 statt.
Endlich hatte man 1973 wieder ein Dach über dem Kopf. Die Sitzung stand unter dem Motto "Karnevalstreiben am Marktbrunnen im alten Lahnstein" und konnte in der noch im Rohbau befindlichen Stadthalle gefeiert werden. 1974: 40 Jahre CCO. Prinz wird der Lahnsteiner Stadtarchivar Willi Eisenbarth. Die Proklamation findet erstmals im Kursaal in den Kurthermen statt. Die sogenannten "Themensitzungen des CCO" feiern Premiere: "Die Gründung von Lahnstein" - ein großes Festspiel mit Römern, Germanen und einem Elefanten lief 1974 über die Bühne (Anm.: 650 Jahre Stadtrechtsverleihung Oberlahnstein).
Das Publikum war von dieser neuen Form der Fastnachtssitzung begeistert. 1975 reiste man "In zweihundertachtzig Minuten um die Welt" - der Elferrat saß in einem Flugzeug. "Von Mainz bis Köln auf des Rheines Well'n" begeisterte 1976. "1011. Nacht beim CCO" (1977), "CCO-Trauminsel im Narrenmeer" (1978), "Ritter und Knappen unter Lahnsteins Narrenkappen" (1979) waren die Themen der folgenden Jahre.
Im Mai 1976 wird Hans Arzheimer zum 1.Vorsitzenden gewählt. Ernst Wagner, der 20 Jahre die Geschicke des CCO führte, wird Ehrenvorsitzender.
1979: Prinz wurde Axel Happe, Städt. Verkehrsamtsleiter. Erstmals fuhr das CCO zum Sommer-Carnival in die englische Partnerstadt Kettering. Seitdem fährt jedes Jahr eine CCO-Abordnung mit Prinz und Lahno-Rhenania nach Kettering. Helmut Hohl ist hier der rührige Reiseleiter des Vereins. 1981 wurde eine Partnerschaft zwischen dem "Ketteringer Carnival Club" und dem CCO geschlossen.

Die 1980er
1980 wird Willi Eisenbarth neuer Elferratspräsident. Einige Jahre führte man sogenannte "Fremdensitzungen" in der Gemeinde Frücht durch. Eine neue Veranstaltung wird 1982 ins CCO-Programm aufgenommen: das Rheinische Kin¬der¬tanzfestival (von Beginn an unter der Schirmherrschaft von Staatsminister a. D. Rudi Geil).
1983: am 11.11. wird in der Stadthalle eine neue Garde eingekleidet. Es ist die CCO-Garde Rot-Weiß mit Feldartilleriekorps.
1984: Goldenes Jubiläum - 50 Jahre CCO mit großem Festprogramm. Der langjährige Mundschenk Helmut Hohl wird Jubiläumsprinz.
Mai 1984: Wechsel an der Vereinsspitze - Edi Jäger wird neuer 1. Vorsitzender.
1985: Die 1.Trockensitzung des Vereins findet statt.
Am 11.11.1985 wird gemeinsam mit dem NCV, NTG ("Arbeitsgemeinschaft Lahnsteiner Karneval"), Prinzenpaar und Gardevertretern die Lahnbrücke pünktlich um 11.11 Uhr gesperrt und ein symbolischer Schlagbaum gemeinsam zersägt.
1986: 1. April - alle Rosenmontagszugwagen des Vereins brennen ab. Die erste CCO-Vereinszeitung erscheint. Die Redakteure Harald Pfisterer und Eva Bonn veröffentlichen im Juni 1986 die erste "NARRENKAPPE". Diese Zeitung erscheint auch heute noch regelmäßig zweimal im Jahr (das Redaktionsteam wurde 1989 mit Manfred Radermacher verstärkt).
1987: Erstmals wird das Prinzenpaar in die französische Partnerstadt Vence eingeladen.
1987 wird die CCO-Tanzgarde und Kinder-Tanzsportabteilung aufgebaut.
"Werd froh beim CCO" - seit 1987 steht die CCO-Session wieder regelmäßig unter einem Motto.
1988: Die Prinzen-Proklamation (von 1974-1987 im Kursaal auf der Höhe, Ausnahme 1981-83, wo anlässlich der Sitzung proklamiert wurde) findet wieder in der Stadt statt. Rolf Kaiser ist der erste Prinz, der wieder die Traditionsuniform ("Wams") trägt. Im November 1988 wird Willi Eisenbarth zum Ehrenelferratspräsidenten ernannt. Die Jahrestagung des Regionalverbandes mit großem Galaabend wird von CCO, NCV und NTG im Herbst 1988 in Lahnstein veranstaltet.
Hans Erich Schmitz übernimmt 1989 das Präsidentenamt. Das CCO-Tanzpaar Eveline Hohl und Andreas Leininger wird Rheinland-Pfalz-Meister im Gardepaartanz.

Die 1990er
Im Mai 1990 übergibt Edi Jäger die Vereinsführung an Harald Pfisterer, der bereits zuvor erfolgreich als Schatzmeister mitarbeitete. Er übernimmt einen Verein, der von 241 Mitglieder (Stand Mai 1984) auf 519 Mitglieder (Stand 1990) herangeführt wurde. Zur neuen Mannschaft gehören auch Vor¬stands¬kollegen der Aufbauphase seit 1986: Helmut Hohl und Eva Bonn. Der Verein erlangt die Gemeinnützigkeit und es wird eine neue Satzung verabschiedet.
Die 90er fangen recht bewegt an. Der Rosenmontagszug 1990 ist im wahrsten Sinne des Wortes sehr stürmisch - Orkanartige Regenfälle hätten beinahe die Durchführung verhindert. November 1990: der erste gemeinsame Manö¬verball NTG-CCO in der Stadthalle.
1991: 3 Tage nach dem ersten Ver¬anstaltungswochen¬ende wird die Kampagne wie in vielen Städten in Deutschland wegen des ausgebrochenen Golf-Krieges im Irak abgesagt. Nach einem Treffen der Lahnsteiner Vereinsvertreter bei Oberbürgermeister Karl-Heinz Groß am 18.01.1991, wurde beschlossen, die Kampagne sofort abzusagen.
"Die Landesregierung, so OB Groß, habe empfohlen, die Veranstaltungen abzusagen" (Rhein-Lahn-Zeitung, Lahnstein-Teil, 19.01.1991). Mit dieser Entscheidung wurden auch die bereits verkauften Eintrittskarten zurückgegeben.
Aufgrund der großen Zuschaueranfrage wurden 1992 drei Trockensitzungen veranstaltet. Es regierte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wegen den genannten Umstände das Prinzenpaar vom Jahr zuvor. Das CCO veranstaltete in jenem Jahr am Fastnachtsamstag nach 1963 wieder einen nun mittlerweile jährlich durchgeführten großen Kinder- und Jugendumzug mit anfänglich 700 teilnehmenden Kindern (1999 sogar 1.200 Kindern). Deren Organisator ist Helmut Hohl. Es ist der erste Umzug, der durch ganz Lahnstein geht. 1993: Das 1.CCO-Männerballett-Festival sorgt für Begeisterung. Festivalleiter und Initiator ist Manfred Radermacher.
Wilfried Röllig wird neuer Elferratspräsident (er wird im Nov. 1992 anlässlich des gemeinsam durchgeführten Manöverballes NTG-CCO in sein Amt eingeführt). Es fand einer der erfolgreichsten Kampagnen des Vereins statt: über 5.000 CCO-Saalbesucher feiern die CCO-Fastnacht 1993.
Im Mai 1993 wird Rudi Reif zum ersten Ehrenmitglied ernannt.
Auf Initiative von Albert Krebs wird am 24. Mai 1993 der "Förderkreis zur Vereinsgeschichte" gegründet.
Am 20. und 21. November 1993 wird eine große Ausstellung "60 Jahre CCO - Vereinsgeschichte in Wort und Bild" im Pfarrzentrum Europaplatz eröffnet. 1.300 Besucher aus nah und fern waren begeistert. In der Rhein-Lahn-Zeitung erscheint über die Ausstellung als "Aktuelles Thema" eine ganzseitige Sonderseite. Stephanie Theimer - CCO-Solotanzmariechen - wird Rheinland-Pfalz-Meisterin der Juniorinnen.
oben: 1994 - 60 Jahre CCO. Der Lahnsteiner Rudolph Scharping (1994 als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz) gratuliert dem 50. Prinzen der Vereinsgeschichte: Martin Michels mit seiner Lahno-Rhenania Bettina Zeitzem

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1994 wird Martin Michels als 50. Prinz Karneval der Vereinsgeschichte, inthronisiert.
Bei der Jubiläums-Geburtstagsparty "60 Jahre und kein bißchen leise" (60 Jahre CCO) traten Aktive der vergangenen Jahrzehnte wie HaMü und JoKö (Hans Müller und Josef Körber), Josef "Eng" Schwan mit seiner Tochter, die Hofsänger, Walter Dexheimer, die "Schrö¬derinis" Hans Schröder mit seiner Tochter Jutta u. a. auf. Das Jubiläum ziert eine neue "Bütt".
Auf "Hof Aspich" gab es am 11. Juni '95 die 1. Matinee des CCO unter dem Motto "Karneval ist auch Kultur". Die Tanzabteilung ertanzte den Titel der Landesmeisterschaft Nordrhein-Westfalen der Juniorengarden.
1999 veranstaltete das CCO gemeinsam mit der Gesellschaftlichen Vereinigung 1924 die Jahrtausend-Gala in der Lahnsteiner Stadthalle und beging mit 500 Gästen gemeinsam den Schritt ins nächste Jahrtausend.

CCO-Wagenbauhalle
Das CCO hat 6 Umzugswagen zu bauen. Nachdem es jedes Jahr problematischer wurde, eine entsprechende Unterkunft zu bekommen und sogar in bitterer Kälte im Freien gebaut werden mußte, trieb Edi Jäger die Idee voran, eine Vereinshalle zu bauen. Nachdem die Mitgliederversammlung im Mai 1994 "grünes Licht" gab, wurde ein Grundstück in der Max-Schwarz-Straße für einen Hallenbau erworben. Edi Jäger leitete als "CCO-Baumeister" im Juli 1994 den ersten Spatenstich für eine vereinseigene Wagenbauhalle ein. Die Realisierung der Wagenbauhalle schritt voran: am 24.11.95 wurde Richtfest gefeiert, und 1996 wurden dort die ersten Wagen gebaut. Im Herbst 1998 wurde der zweite Bauabschnitt (Vereinsheim) begonnen. Auch hier wurde in Teilabschnitten gearbeitet Bis heute wird nach und nach je nach finazieller Lage des Verein an diesem Großprojekt gearbeitet. Nur Dank vieler ehrenamtliche Aktiver konnte die Wgaenbauhalle entstehen. Seit 2007 sind wir glücklich auch das Vereinsheim fertig zu haben (mit Boden und Einrichtung), in dem Gesangproben des Elferrates, Proben von Büttenrednern, Klausurtagungen und vieles andere mehr abgehalten werden. Wir möchten es nicht mehr missen!

CCO-Wagen- und Bühnenbau
Beim Bühnenbau engagierten sich in den ersten zwei Nachkriegsjahrzehnten Lahnsteiner Handwerksbetriebe. Aber was wäre ein Verein, ohne die vielen ehrenamtlichen Künstler und Helfer? Josef "Eng" Schwan und Rolf Kaiser sind heute noch Namen, die viele Jahre auch in diesem Bereich den Verein mitprägten und herrliche Bühnen und Wagen zauberten. Die vielen Namen der Jahrzehnte zu nennen würde denen, die nicht genannt werden, nicht gerecht werden.

CCO-Fastnachtsmuseum

1996: am 14. September eröffnet das CCO in Anwesenheit des Präsidenten des Regionalverbandes Karnevalist. Korporationen (RKK), Herrn Peter Schmorleiz, und Oberbürgermeister Karl-Heinz Groß, im Martinsschloss mit einem Schlossfest ein vereinseigenes (ehrenamtlich geführtes) Fastnachtsmuseum unter der Leitung von Eva Bonn und Albert Krebs.

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In der Kampagne 1998 waren erstmals unsere PiCCOlos aktiv. Die von Eva Bonn und Stefani Unkelbach ins Leben gerufene CCO-Aktivengruppe erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit und ist aus dem Aktivengeschehen nicht mehr wegzudenken.

Im November 1999 veröffentlichte die CCO-Aktive Eva Bonn das 312 Seiten umfassende Buch "Lahnsteiner Fastnacht-Spiegel". Der Abend der Buchpräsentation im Gemeindesaal St. Barbara wurde zu einem Stelldichein "Who is who" der Lahnsteiner Fastnachtswelt. Festredner war der Präsident des Regionalverbandes, Peter Schmorleiz.

Der 2. Bauabschnitt der Vereinshalle wurde im Rohbau errichtet. Der Hallentrakt erhielt einen Verputz und wurde von Ex-Prinz Rolf Kaiser mit Schriftzug und Wappen verziert.
Die TV-Sendung "Drei in einem Boot" berichtete über Lahnstein. So auch ein interessanter Bericht über unser Fastnachtsmuseum; vor der Kamera im Interview unsere Museumsleiterin Eva Bonn.
Zum Jahrtausendwechsel feierten die historisch verbundenen Vereine "24er" und das CCO gemeinsam eine große Silvestergala in der Lahnsteiner Stadt¬halle.

Die 2000er Jahre
Anlässlich des närrischen 6x11-jährigen CCO-Jubiläums vergab der Verein in der Kampagne erstmals den CCO-Aktivenorden (für mehr als 3-jährige Aktivenschaft). Eva Bonn kreierte den heißbegehrten Halsorden, den jeder CCO'ler mit Stolz und Freude trägt.
 cco aktivenorden freigestellt

Am Schwerdonnerstag 2000 wurde der neu gestaltete Platz im Blankenberg seitens der Stadt Lahnstein in "Jupp-Bodenstein-Platz" umbenamt. Damit wurde einem großen Karnevalisten aus unseren Reihen eine große Ehre zuteil! Mit dem Fastnachtsbrunnen und dem närrischen Namensgeber hatte somit unsere Fastnacht eine weitere Unterstreichung erfahren.

Eva Bonn erhielt im Frühjahr 2000 eines der begehrtesten Auszeichnungen des rheinischen Karnevals: den "Zinnhannes-Kulturpreis".
Am 26. Mai 2000 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Harald Pfisterer wurde nach 10-jähriger erfolgreicher Tätigkeit als Vorsitzender verbschiedet.
In der Wagenbauhalle wurde 2001 eine Heizung installiert. Hierzu war die größte Einzelinvestition seit dem Hallenbau nötig.

In der Session 2002 wurde erstmals in EURO bezahlt. Durch das CCO-Motto "Fassenacht ist Trumpf" konnte dieser historischer Schritt Europas wunderbar in den Eintrittskarten umgesetzt werden (es mussten ja noch beide Währungen abgebildet werden): jede Veranstaltung zierte eine Spielkarte mit dem Konterfei von CCO-Aktiven. Wie man sie dreht, hatte man den EURO oder den DM-Preis vor Augen.

 

 

 

In der Kampagne wurde mit Katja Schmitz (die spätere Lahno-Rhenania 2005) das 1.000. Mitglied aufgenommen.

Im Sommer 2002 hatte das CCO seinen großen Auftritt bei der Fachmesse unseres Ordenslieferanten Zinnhannes. In den zwei Tagen nahmen über 100 Teilnehmer an unsern Wagenbauworkshops teil, die von unseren CCO-Aktiven bestens demonstriert wurden.

Nach der "Närrischen Weinprobe" gab es 2002 nun das "Närrische Hofpenseminar" als auflockerndes Vereinsfest.

2003: das Männerballettfestival unter der bewährten Regie Manfred Radermachers feiert sein 11-jähriges, Elferratspräsident Wilfried Röllig präsidiert zum 11. Male und das Rheinische Kindertanzfestival feiert sogar sein 2x11-jähriges Jubiläum auf der CCO-Bühne. Die CCO-Aktive Eva Bonn erhielt aus den Händen des Landrates die erstmals vom Rhein-Lahn-Kreis verliehene Ehrung "Rhein-Lahn-Kapp".
Im Sommer 2003 starteten wir in unser 70-jähriges kleines Vereinsjubiläum. So feierten wir im Mai den Startschuss mit einem "CCO-Meilenfest". Gemeint ist hier die Meile zwischen Fastnachtsmuseum im Martinsschloss und CCO-Wagenbauhalle in der Max-Schwarz-Straße.
Statt Festkommers luden wir dann im Oktober zur "Närrischen Historiennacht" ein. Es wurden "Schmankerl vom Feinsten geboten": ein CCO-Film über 70 Jahre Vereinsgeschichte sowie die offizielle Präsentation des CCO-Taschenbuches "Lahnsteiner Karnevalisten erzählen" (Autoren Manfred Raderma¬cher, Eva Bonn, Harald Pfisterer) und vieles mehr.
September 2003: Erstmals richtet das CCO die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Gardetanzsport für Kinder und Junioren aus. Die Turnierleitung und Organisation dieser großen Meisterschaft in der Lahnsteiner Stadthalle hat seitdem unser Vorsitzender Helmut Hohl inne.
An der Wagenbauhalle wurde der 3. Bauabschnitt im Rohbau fertiggestellt. Der gesamte Hallenboden wurde gestrichen, die Zufahrt gepflastert.

2004: "70 Jahre voller Schwung - beim CCO bleibt jeder jung!"
Wir starteten 2004 die noch heute von uns durchgeführte "Faire Kamelle-Aktion".


Am 08.11.2004 wurde um 19:19 Uhr die erste homepage des CCO geschaltet.


Unter dem Eindruck der an Weihnachten stattgefundenen Tsunami-Katastrophe versuchten wir früh den Schalter umzulegen. Sicherlich für manchen Aktiven, der selbst von diesem Unglück unmittelbar betroffen war, nicht leicht, aber auch hier das Vereinsleben. Das CCO stiftete eine komplette Romo-Sammlung für die Opfer.
Wilfried Röllig erhielt Ehrenkappe und Urkunde zur Ernennung zum Ehrenelferratspräsidenten-Titel und die Jugendgruppe der "CCO-Narren" hatte Premiere (Idee und Leitung Eva Bonn).

2006: Das Kindertanzfestival wurde zum 25. Male und auch zum letzten Male ausgerichtet. 12.500 Kinder und 1.500 Darbietungen zogen in den Jahrzehnten über die Bühne. Helmut Hohl erhielt in diesem Rahmen u.a. für sein riesiges Engagement um dieses Festival die goldene Verdienstmedaille des Regionalverbandes.
Erstmals endete das Rosenmontagszug-Finale auf dem Salhofplatz vor großer Bühne und Live-Musik und nicht in der Stadthalle. Neue Auflagen zwangen uns zu diesem Schritt, der mittlerweile etabliert ist und in dieser Form zur Straßenfastnacht gehört.
Im Frühjahr 2006 wurde die Fernsehsendung "Fahr mal hin" ausgestrahlt. Hier wurde unser Städtchen von seiner Schokoladenseite gezeigt; auch unser Fastnachtsmuseum wurde bestens präsentiert. Am Gründungstag des Museums, den 16. September, konnte man zufrieden auf 11 Jahre zurückblicken. Es wurde mit einem kleinen Spätsommerfest gefeiert.

Bei der Oberlahnsteiner Kirmes durfte das Führungstrio Reinhard Stoltefuß, Helmut Hohl und Eva Bonn den Fass-bieranstich machen.

2007: Die CCO-Tanzgarde wurde seitens des Vereins komplett mit Trainingsanzügen ausgestattet.
Edi Jäger erhielt in der Session 2007 die Würdigung seines Ehrentitels zum Ehrenvorsitzenden. Die Erwachsenengruppe der "CCO-Narren" feierte Premiere.
Am 21. Juni 2007 wurde das CCO-Vereinsheim seiner Bestimmung übergeben.
Die Crew des Fastnachtsmuseums um Museumsleitung Eva Bonn und Albert Krebs erhielt vom Kur- und Verkehrsverein den Hexenkrug zum 11-jährigen Jubiläum.
Ein überdimensionales Werbebanner - "Karl Krämer als 4 Meter-Poster" - grüßte in der Adolfstraße und rief zur Fastnacht auf.
Unser neues Maskottchen für den Kinderkarneval "Freddy Teddy" gewann viele Freunde.

2009...was für ein Jahr! 75 Jahre CCO, das wurde groß gefeiert, denn oft hatte der Verein nicht die Gelegenheit in seiner Geschichte, seinen Geburtstag einmal groß zu feiern.
In der Session wurde mit einem großen öffentlichen Jubiläumsempfang in die Stadthalle geladen: Highlight war u.a. die Präsentation des neu eingekleideten Elferrates mit ihrem schmucken schwarzen Frack und die Verleihung der von Eva Bonn entworfenen neuen Präsidentenkette an den amtierenden Elferratspräsidenten Markus Krapf. Die "Kölner Rote Funken" zogen mit großem TamTam in die Halle. Die Narren waren begeistert.
Im Sommer rief man zur großen Jubiläums-Gala mitten im Jahr in die Narrhalla des Vereins: die Lahnsteiner Stadthalle wurde Zeuge eines tollen und sicherlich einmaligen Programmes! Die Halle war voll besetzt und jeder Gast war begeistert, dass er dabei sein konnte.

2010 wurde im 25. Jahr unsere Vereinszeitung, die NARRENKAPPE, herausgegeben. Ohne Unterbrechung erscheint die umfangreiche Vereinszeitung zur 50. Ausgabe im farbigen Design. Manfred Radermacher und Eva Bonn sind als jahrzehntelange Redakteure immer nah am Vereinsgeschehen.

2011 wurde am närrischsten Datum des Jahrtausends: am 11.11.11 ein Sonderpostamt gemeinsam mit dem hiesigen Phila¬telistenclub ins Leben gerufen. Seit 2012 fahren unsere Tollitäten: Prinz und Lahno wieder auf einem Triumpf¬wa-gen.
In jenem Jahr hatte auch unser Vereinsmas¬kottchen das „Heinzemännchen“ seinen 25. Geburtstag.

2014 feierte das CCO im Sommer seinen 80. Geburtstag mit einem „Goode Abend“ im Pfarrzentrum.

2015 hatten wir erstmals in der Geschichte eine Prinzenabsetzung ab Fastnachtsamstag und die Wellen schlugen hoch.

2016 sorgte ein Orkan in Deutschland für mächtigen Wirbel. Allerorts wurden die Umzüge abgesagt und wir hatten ein kleines Sonnen und Wetterloch, sodass wir zwischen Frankfurt und Köln den größten Rosenmontagszug hatten. Viele Gruppen von außerhalb wirkten spontan mit. Der Kinderumzug feierte seinen 25. Geburtstag bei tollstem Sonnenschein am Fastnachtsamstag und die Volksbank Rhein-Lahn eG richtete einen wunderschönen Empfang hierzu aus. Zwei Ausstellungen in der Stadt erinnerten an das Silberne Jubiläum.

Vereinsarchivarin Eva Bonn, CCO

Verwendung , auch Auszüge, nur mit Quellenangaben


Auszüge aus dem Buch "Lahnsteiner Fastnachtsspiegel"
von Eva Bonn, erschienen 1999

Prinz und Lahno-Rhenania werden seit 1935 vom Carneval Comité Oberlahnstein (damals noch unter dem Namen „Karnevalistische Arbeitsgemeinschaft Oberlahnstein“) prokla¬miert. Genauer gesagt die Lahno-Rhenania erst ab 1936. Ein alter Brauch ist es, den Namen der neuen Tollitäten bis zur allerletzten Minute geheimzuhalten. Meist gelingt dies auch und die Überraschung am Abend der Inthronisation ist oft erstaunlich. Das CCO stellt seit 1935 den Hof¬stab und kleidet ihn komplett ein, baut die Umzugswagen und führt die Prinzenproklamation sowie den Gratulationsempfang durch.

Seit dem Jahre 1935 gibt es nun regelmäßig einen närrischen Regenten am Rhein-Lahn-Eck und seit 1936 die beiden noch heute ausgeübten närrischen Ehrenämter: Prinz und Lahno-Rhenania. Es ist für viele Lahnsteiner eine besondere Ehre, das höchst anzustrebende närrische Amt ausüben zu dürfen und für viele Karnevalisten der absolute Höhepunkt ihrer närrischen Karriere. Im Nach¬lesegespräch mit ehemaligen Regenten spürt man den Geist der Besonderheit dieses Amtes. Und gleich wieviel Jahrzehnte die Regentschaft zurückliegt, ist noch jede Minute dieser einmaligen Zeit in Erinnerung!

Und nun zu unserer Regentin,
die Lahno-Rhenania
Die Lahno-Rhenania ist neben dem Prinzen die Symbolfigur der Lahnsteiner Fastnacht.


Im Karneval des Jahres 1936 beschützte erstmals eine “Lahno-Rhenania” unsere närrische Stadt am Rhein-Lahn-Eck. Denn der erste Prinz des CCO, im Jahre 1935, Peter Noll, regierte noch alleine.
Doch schon am Rosenmontag dieses Jahres 1935 wurde die Idee der Lahno-Rhenania geboren, als, laut mündlicher Überlieferung, der Page Leni zum Prinzen und Vorsitzenden Peter Noll sagte: “Es war alles wunderschön, die Bälle, die Parade, der Umzug, aber eines fehlt noch, eine Prinzessin.” Und Peter Noll antwortete spontan: “Du hast recht, im nächsten Jahr machen wir es wahr - und Du wirst sie.” So geschah es! Der Name war schnell gefunden - in Anlehnung an die einstige Moguntia der Mainzer Fastnacht lagen mit Lahn und Rhein die Taufpaten auf der Hand. 1936 stand Leni Schwedhelm (verh. Gerntke) als erste Lahno-Rhenania Lahnsteins dem Prinzen zur Seite und regierte mit ihm das närrische Völkchen. Prinz des Jahres 1936 war Josef Kessler. Die zweite Lahno-Rhenania, Bärbel Rindsfüßer, regierte, entgegen der späteren Regel, gleich zweimal (mit Prinz Johann I. und Prinz Willi I.).


Lahno-Rhenania bedeutet Schutzgöttin von 'Lahn und Rhein', die zwei Flüsse die die Stadt Lahnstein umgeben und prägen. “Lahna-Rhenania” müsste es eigentlich heißen, denn Lahno ist, streng genommen nach lateinischer Regel, männlich. Aber damit nehmen die Lahnsteiner es nicht so genau. Also hat sich 'Lahno' mehr als eingeprägt und wird sicherlich auch nicht geändert. Die Kurzform der Anrede der närrischen Herrscherin ist heute „Lahno“. Die Be¬namung für die Mehrzahl von Lahno-Rhenania - Lahno-Rhenanien - ist umstritten. Aber was tut’s: Viele Jahrzehnte reichen aus, um den klangvollen Namen zu einer unumstößlichen Tradition werden zu lassen.


Die Lahno-Rhenania ist kein Prinzessin wie sonst im Karneval üblich, sondern sie verkörpert die Schutzgöttin der Stadt Lahnstein. Sie trägt eine goldene Mauerkrone (Stadtkrone) und das Stadtwappen auf ihrem Kleid.
Ihr voller Titel lautet:
“Ihre Lieblichkeit, Lahno-Rhenania, Schutzgöttin der närrischen Stadt Lahnstein am Rhein-Lahn-Eck.”


Es ist also nicht ganz richtig, von einem Prinzenpaar zu sprechen, sondern von Prinz und Lahno-Rhenania, wobei der Prinz von der Lahno, als Schutzgöttin, zu Beginn seiner Amtszeit das Zeichen seiner Macht, das Zepter, überreicht bekommt und von ihr zum Prinzen ernannt wird. In früheren Jahren wurde auch der Stadtschlüssel aus den Händen des Bürgermeisters von der Lahno-Rhenania entgegengenommen, um diesen dann Prinz Karneval weiterzureichen. Heute ist es so, dass der Prinz diese Forderung an den Bürgermeister stellt. Noch bis in die 1960er zog die Lahno-Rhenania bei der Proklamation alleine, begleitet vom Hauptmann, auf die Bühne und kündigte dann den Einzug des neuen Prinzen mit seinem Gefolge an. Sie selbst wusste damals nicht, mit wem sie die Kampagne regieren würde! Dies wurde jedoch (Gott sei Dank!) Anfang der 1980er-Jahre abgeschafft. Heute bereiten die Tollitäten gemeinsam die Session vor. Einer alten Gepflogenheit ist man jedoch treu geblieben - und so sollte es auch in Zukunft sein: Lahno-Rhenania können nur unverheiratete Frauen werden. Es ist dies eine in Jahrzehnten bewährte Tradition. Die Amtszeit beginnt mit der Prinzenproklamation. Das Ende ist der Fastnachtdienstag, in der Nacht zum Aschermittwoch, 0.00 Uhr, mit Beginn der Fastenzeit. Somit beträgt die Amtszeit ca. 30-32 Tage.


Ur-Lahnsteiner sagen, dass das Wort “Lahno-Rhenania” nur echte Lahnsteiner richtig aussprechen könnten. Dieses Wort sei ein Prüfstein, ähnlich der “Plootwurscht” in Köln. Testen Sie es doch 'mal.
So wie die erste Lahno-Rhenania es einmal zusammenfasste: “Es war wie im Traum”, so konnten inzwischen viele junge Damen diesen Fastnachtstraum in Wirklichkeit erleben. Und es ist heute noch ein Traum aller echten Lahnsteinerinnen, einmal in ihrem Leben das närrische Volk, die Stadt Lahnstein regieren zu dürfen. Das Amt der Lahno-Rhenania kann man nur einmal ausüben. In der Session 1996 wurde die 50. Lahno-Rhenania (Angela Schmidt) gekürt.


Die Stadtfarben Rot und Weiß bestimmen die Kleidung der närrischen Schutzgöttin. Zur Uniform gehören der rote Lahnomantel mit Hermelinbesatz, der als “Schutzmantel” der Schutzgöttin angesehen werden sollte und in den Stadtfarben gehalten ist, das lange weiße Kleid mit dem Stadtwappen und der Lahno-Orden, den sie anlässlich ihrer Proklamation vom CCO erhält.
Als Schutzgöttin trägt sie keine Narrenkappe oder Diadem sondern eine Mauerkrone als Sinnbild für die die Stadt umgebende Schutzmauer. In den ersten beiden Jahren wurden die Kronen noch vom Stadttheater Koblenz ausgeliehen. 1938 schuf dann der Lahnsteiner „närrische Blechschmied“, Klempnermeister Hans Jäger (Adolfstraße), die noch heute verwendete, traditionsreiche Mauerkrone mit den Wappen der einstigen Stadt Oberlahnstein. Diese Krone wird von Lahno zu Lahno weitergereicht und zierte bisher (Stand 2008) schon 63 junge Lahnsteinerinnen.

Verwendung, auch auszugsweise, nur unter Nennung der Quelle.


Mit einem "Goode Abend" feierte das CCO im Sommer 2014 seinen 80. Geburtstag

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