Arrow
Arrow
ArrowArrow
Slider

Närrische Regenten

Tollis2017 home


Ex-Lahnos wanderten ums Eifelmaar

Wer in Lahnstein schon einmal das hohe Amt der Lahno-Rhenania innehatte und gemeinsam mit dem Prinzen das närrische Volk regiert hat, gehört anschließend dem erlauchten Kreis der Ex-Tollitäten und der Ex-Lahnos an. Diese wiederum treffen sich mehrmals im Jahr zum geselligen Beisammensein. In diesem Jahr stand unter anderem eine zünftige Herbstwanderung auf dem Programm. Ziel war das Schalkenmehrener Maar in der Vulkaneifel. Nach einer ausgiebigen Wanderung bei herrlichem Wetter durch buntgefärbte Wälder gehörte ein gemeinsames Abendessen mit leckerem Wild zum Programm. Und schon eine Woche nach diesem tollen Ausflug trafen sich die Damen bereits wieder und widmeten sich einer weiteren jahreszeitlichen Speise, dem Debbedotz, der diesmal bei Ex-Lahno Michèlle Schmidt verputzt wurde.

Herbstwanderung Exlahnos home


 

CCO-Prinzenstab

Zur Begleitung der Lahnsteiner Tollitäten gehört seit Jahrzehnten der CCO-Prinzenstab. Dieser setzt sich aus je 2 Pagen für Prinz und Lahno-Rhenania, den Mundschenken, den Hauptmann, den Schirrmeister/in, den Bajazz und dem CCO-Prinzenführer/in zusammen.

Wer prinzipiell einmal Interesse hat, als Page oder Bajazz im CCO-Prinzenstab mitzuwirken (Mindestalter 18 Jahre) kann sich gerne mit unserem Mundschenken in Kontakt setzen.

Wir möchten eine Liste von Interessenten zusammenstellen, um vielen Fastnachtsinteressenten die ehrenvolle Möglichkeit bieten zu können, einmal im Prinzenstab mitwirken zu können. Wichtig ist, Zeit mitzubringen: die Kampagne dauert vier Wochen, Termine sind in der Regel Freitags bis Sonntags sowie in der Fastnachtswoche von Schwerdonnerstag bis Fastnachtdienstag ganztägig. Die Uniform wird vom CCO gestellt (gegen eine Leih- und Reinigungsgebühr). Details werden dann bei Interesse besprochen. Der Lohn sind vier wundervolle Wochen und die vielen Freundschaften und Erlebnisse, die eine Fastnachtskampagne mitbringt.

Mundschenk Alexander Groß: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Lahnsteins Ex-Tollitäten besuchten die Bäckerjungenstadt

Jedes Jahr im Herbst treffen sich die ehemaligen Prinzen und Lahno-Rhenanien, also die Ex-Tollitäten des CCO, zu einem gemeinsamen Ausflug. Auch dieses Jahr hatte Horst Unkelbach wieder die Organisation übernommen und ein Reiseziel in der näheren Umgebung ausgewählt. Die Bäckerjungenstadt Andernach am Rhein bot die ideale Kulisse für diesen Ausflug, der bei schönem Wetter für gute Laune sorgte.

exiausflug2016h 01

Mit der Bahn traten die Ex-Tollitäten die Reise an und besuchten zunächst das Geysir-Erlebniszentrum, wo sie die sehr interessante und teils neu gestaltete Ausstellung zum Vulkanismus in der Vordereifel erlebten. Es folgte natürlich die Schiffstour direkt zum Geysir, der pünktlich seine Arbeit aufnahm und mit einer eindrucksvollen Fontäne seine Einmaligkeit zum Ausdruck brachte. Doch das Bildungsprogramm war damit noch nicht zu Ende. Die Ex-Tollitäten bekamen noch eine tolle Führung durch „Die wehrhafte Stadt“ Andernach geboten. Zufällig war der Stadtführer auch aktiver Karnevalist und bot spontan die Möglichkeit an, in einem Turm der Stadtmauer auch das Gardequartier der Andernacher Stadtsoldaten zu besichtigen. Natürlich gehörte auch die Geschichte der Andernacher Bäckerjungen mit zum Repertoire des Stadtführers. Zum Abschluss des sehr interessanten Tages besuchten Lahnsteins Ex-Tollitäten ein Restaurant zum gemeinsamen Abendessen bevor sie die Heimreise mit der Bahn antraten um noch in eine Lokalität in der Heimatstadt für einen „Absacker“ einzukehren.

exiausflug2016h 02

Die Andernacher Stadtbefestigung gehörte bei der Stadtführung durch die „Wehrhafte Stadt Andernach“ natürlich mit dazu. Vor dem Narrenbrunnen der BlauenFunken bot die Kulisse einen schönen Hintergrund für ein gemeinsames Foto

exiausflug2016h 03 exiausflug2016h 04


Auszüge aus dem Buch "Lahnsteiner Fastnachtsspiegel"
von Eva Bonn, erschienen 1999

Prinz und Lahno-Rhenania werden seit 1935 vom Carneval Comité Oberlahnstein (damals noch unter dem Namen „Karnevalistische Arbeitsgemeinschaft Oberlahnstein“) prokla¬miert. Genauer gesagt die Lahno-Rhenania erst ab 1936. Ein alter Brauch ist es, den Namen der neuen Tollitäten bis zur allerletzten Minute geheimzuhalten. Meist gelingt dies auch und die Überraschung am Abend der Inthronisation ist oft erstaunlich. Das CCO stellt seit 1935 den Hof¬stab und kleidet ihn komplett ein, baut die Umzugswagen und führt die Prinzenproklamation sowie den Gratulationsempfang durch.

Seit dem Jahre 1935 gibt es nun regelmäßig einen närrischen Regenten am Rhein-Lahn-Eck und seit 1936 die beiden noch heute ausgeübten närrischen Ehrenämter: Prinz und Lahno-Rhenania. Es ist für viele Lahnsteiner eine besondere Ehre, das höchst anzustrebende närrische Amt ausüben zu dürfen und für viele Karnevalisten der absolute Höhepunkt ihrer närrischen Karriere. Im Nach¬lesegespräch mit ehemaligen Regenten spürt man den Geist der Besonderheit dieses Amtes. Und gleich wieviel Jahrzehnte die Regentschaft zurückliegt, ist noch jede Minute dieser einmaligen Zeit in Erinnerung!

Und nun zu unserer Regentin, die Lahno-Rhenania
Die Lahno-Rhenania ist neben dem Prinzen die Symbolfigur der Lahnsteiner Fastnacht.


Im Karneval des Jahres 1936 beschützte erstmals eine “Lahno-Rhenania” unsere närrische Stadt am Rhein-Lahn-Eck. Denn der erste Prinz des CCO, im Jahre 1935, Peter Noll, regierte noch alleine.
Doch schon am Rosenmontag dieses Jahres 1935 wurde die Idee der Lahno-Rhenania geboren, als, laut mündlicher Überlieferung, der Page Leni zum Prinzen und Vorsitzenden Peter Noll sagte: “Es war alles wunderschön, die Bälle, die Parade, der Umzug, aber eines fehlt noch, eine Prinzessin.” Und Peter Noll antwortete spontan: “Du hast recht, im nächsten Jahr machen wir es wahr - und Du wirst sie.” So geschah es! Der Name war schnell gefunden - in Anlehnung an die einstige Moguntia der Mainzer Fastnacht lagen mit Lahn und Rhein die Taufpaten auf der Hand. 1936 stand Leni Schwedhelm (verh. Gerntke) als erste Lahno-Rhenania Lahnsteins dem Prinzen zur Seite und regierte mit ihm das närrische Völkchen. Prinz des Jahres 1936 war Josef Kessler. Die zweite Lahno-Rhenania, Bärbel Rindsfüßer, regierte, entgegen der späteren Regel, gleich zweimal (mit Prinz Johann I. und Prinz Willi I.).


Lahno-Rhenania bedeutet Schutzgöttin von 'Lahn und Rhein', die zwei Flüsse die die Stadt Lahnstein umgeben und prägen. “Lahna-Rhenania” müsste es eigentlich heißen, denn Lahno ist, streng genommen nach lateinischer Regel, männlich. Aber damit nehmen die Lahnsteiner es nicht so genau. Also hat sich 'Lahno' mehr als eingeprägt und wird sicherlich auch nicht geändert. Die Kurzform der Anrede der närrischen Herrscherin ist heute „Lahno“. Die Be¬namung für die Mehrzahl von Lahno-Rhenania - Lahno-Rhenanien - ist umstritten. Aber was tut’s: Viele Jahrzehnte reichen aus, um den klangvollen Namen zu einer unumstößlichen Tradition werden zu lassen.

 

lahnokrone sw home


Die Lahno-Rhenania ist kein Prinzessin wie sonst im Karneval üblich, sondern sie verkörpert die Schutzgöttin der Stadt Lahnstein. Sie trägt eine goldene Mauerkrone (Stadtkrone) und das Stadtwappen auf ihrem Kleid.
Ihr voller Titel lautet:
“Ihre Lieblichkeit, Lahno-Rhenania, Schutzgöttin der närrischen Stadt Lahnstein am Rhein-Lahn-Eck.”


Es ist also nicht ganz richtig, von einem Prinzenpaar zu sprechen, sondern von Prinz und Lahno-Rhenania, wobei der Prinz von der Lahno, als Schutzgöttin, zu Beginn seiner Amtszeit das Zeichen seiner Macht, das Zepter, überreicht bekommt und von ihr zum Prinzen ernannt wird. In früheren Jahren wurde auch der Stadtschlüssel aus den Händen des Bürgermeisters von der Lahno-Rhenania entgegengenommen, um diesen dann Prinz Karneval weiterzureichen. Heute ist es so, dass der Prinz diese Forderung an den Bürgermeister stellt. Noch bis in die 1960er zog die Lahno-Rhenania bei der Proklamation alleine, begleitet vom Hauptmann, auf die Bühne und kündigte dann den Einzug des neuen Prinzen mit seinem Gefolge an. Sie selbst wusste damals nicht, mit wem sie die Kampagne regieren würde! Dies wurde jedoch (Gott sei Dank!) Anfang der 1980er-Jahre abgeschafft. Heute bereiten die Tollitäten gemeinsam die Session vor. Einer alten Gepflogenheit ist man jedoch treu geblieben - und so sollte es auch in Zukunft sein: Lahno-Rhenania können nur unverheiratete Frauen werden. Es ist dies eine in Jahrzehnten bewährte Tradition. Die Amtszeit beginnt mit der Prinzenproklamation. Das Ende ist der Fastnachtdienstag, in der Nacht zum Aschermittwoch, 0.00 Uhr, mit Beginn der Fastenzeit. Somit beträgt die Amtszeit ca. 30-32 Tage.


Ur-Lahnsteiner sagen, dass das Wort “Lahno-Rhenania” nur echte Lahnsteiner richtig aussprechen könnten. Dieses Wort sei ein Prüfstein, ähnlich der “Plootwurscht” in Köln. Testen Sie es doch 'mal.
So wie die erste Lahno-Rhenania es einmal zusammenfasste: “Es war wie im Traum”, so konnten inzwischen viele junge Damen diesen Fastnachtstraum in Wirklichkeit erleben. Und es ist heute noch ein Traum aller echten Lahnsteinerinnen, einmal in ihrem Leben das närrische Volk, die Stadt Lahnstein regieren zu dürfen. Das Amt der Lahno-Rhenania kann man nur einmal ausüben. In der Session 1996 wurde die 50. Lahno-Rhenania (Angela Schmidt) gekürt.


Die Stadtfarben Rot und Weiß bestimmen die Kleidung der närrischen Schutzgöttin. Zur Uniform gehören der rote Lahnomantel mit Hermelinbesatz, der als “Schutzmantel” der Schutzgöttin angesehen werden sollte und in den Stadtfarben gehalten ist, das lange weiße Kleid mit dem Stadtwappen und der Lahno-Orden, den sie anlässlich ihrer Proklamation vom CCO erhält.
Als Schutzgöttin trägt sie keine Narrenkappe oder Diadem sondern eine Mauerkrone als Sinnbild für die die Stadt umgebende Schutzmauer. In den ersten beiden Jahren wurden die Kronen noch vom Stadttheater Koblenz ausgeliehen. 1938 schuf dann der Lahnsteiner „närrische Blechschmied“, Klempnermeister Hans Jäger (Adolfstraße), die noch heute verwendete, traditionsreiche Mauerkrone mit den Wappen der einstigen Stadt Oberlahnstein. Diese Krone wird von Lahno zu Lahno weitergereicht und zierte bisher (Stand 2008) schon 63 junge Lahnsteinerinnen.

Verwendung, auch auszugsweise, nur unter Nennung der Quelle.


Familie Münch überreichte Bronze-Plastiken

muenchmatinee2016hp02muenchmatinee2016hp01

Die pfiffige Feder in Bronze überreicht

Anne und Hans Peter Münch sind Freunde der Lahnsteiner Fastnacht und unterstützen u.a. das Fastnachtsmuseum und sind Stifter der Ehrenauszeichnung CCO-Heinz und Baareschesser für den NCV . Als in diesem Jahr ihr Sohn Michael zum Lahnsteiner Prinzen gekürt wurde war die Freude im Hause Münch groß. Anlässlich des CCO-Prinzenempfanges überreichten sie den Regenten einen Gutschein für eine Bronzeplastik, die vom Goldschmied Josef Welling aus Koblenz Horcheim geschaffen wird. Nun sind diese besondere Kunstwerke im Rahmen einer Matinee im CCO-Vereinsheim an Michael Münch und seine Lahno-Rhenania, Silke Lubitz, überreicht worden. Mit Rührung nahmen sie diese besonderen Kunstwerke entgegen, symbolisieren sie doch ihren Leitspruch der Kampagne "Die Feder ist stärker als das Schwert". Im Kreise der geladenen Gäste aus den Reihen der Lahnsteiner Karnevalsvereine, des HCV, Prinzenstab und Familien wurde darauf angestoßen und diese wunderbare Geste mit einem herzlichen Applaus bedacht. Das CCO nahm in diesem Rahmen auch die Gelegenheit wahr, die scheidende langjährige Prinzenpagin Ibby Eucken-Jachtenfuchs mit der CCO-Heinz-Nadel auszuzeichnen. Die beiden 2. Vorsitzenden des CCO Eva Bonn und Volker Kalb bedankten sich bei Familie Münch für die wunderbare Auszeichnung und Wertschätzung gegenüber den Tollitäten 2016.

muenchmatinee2016hp03